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WIRTSCHAFT28.08.2026

Türkei: Rekordverkäufe auf dem Immobilienmarkt bei sinkendem Realwert

Die Immobilienverkäufe in der Türkei haben im laufenden Jahr ihren bisherigen Höchststand erreicht, obwohl die Immobilienpreise gegenüber der hohen Inflation weiterhin an realem Wert verlieren. Insgesamt wurden in den drei größten Städten des Landes – Istanbul, Ankara und Izmir – 43.417 Häuser verkauft; eine Entwicklung, die auf einen komplexen und herausfordernden Markt für Käufer hindeutet.

Obwohl die Nominalpreise, also die tatsächlichen Verkaufspreise, in diesen Großstädten gestiegen sind, zeigen Analysen, dass die reale Kaufkraft abnimmt. Dies bedeutet, dass der rechnerische Wertzuwachs nicht mit dem allgemeinen Preisanstieg in der Wirtschaft Schritt hält und Eigentümer daher einen tatsächlichen Wertverlust ihrer Immobilien erleben.

Steigende Kosten für Käufer sind für viele türkische Bürger zu einer erheblichen Barriere geworden. Hohe Kreditkosten, verbunden mit der Forderung nach erheblichen Anzahlungen, machen es für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen zunehmend schwieriger, in den Immobilienmarkt einzusteigen. Dies schafft eine schwierige Situation für diejenigen, die vom Eigenheim träumen, aber nicht über ausreichende Ersparnisse oder Zugang zu erschwinglichen Finanzierungen verfügen.

Die anhaltende Inflation untergräbt zudem die Kaufkraft der Haushalte, was die Schwierigkeiten beim Sparen für eine Anzahlung weiter verschärft.

Der Inflationsdruck in der Türkei ist ein Hauptfaktor für diese paradoxe Entwicklung des Immobilienmarktes, bei der steigende Verkaufszahlen auf einen sinkenden Realwert treffen. Die Versuche der Zentralbank, die Inflation einzudämmen, führen häufig zu höheren Zinssätzen, die sich direkt auf den Hypothekenmarkt auswirken und den Erwerb von Wohneigentum verteuern.

Für die türkische Wirtschaft insgesamt signalisiert diese Situation, dass zwar Aktivität in einem zentralen Markt wie dem Immobiliensektor herrscht, die zugrunde liegende wirtschaftliche Stabilität jedoch unter Druck bleibt, was eine langfristige Planung sowohl für Haushalte als auch für Unternehmen erschwert.

Kilde: Haberglobal

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