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WIRTSCHAFT31.08.2026

Das Ende von Türkeis KKM-Programm: Kosten auf 60 Milliarden Dollar geschätzt

Das währungsgeschützte Einlagenprogramm der Türkei, bekannt als Kur Korumalı Mevduat (KKM), ist nach einer Laufzeit von fast fünf Jahren nun vollständig abgeschlossen. Die Einstellung dieses umfangreichen Wirtschaftsprogramms hat die Diskussionen über seine erheblichen Kosten für den türkischen Staat neu entfacht; ein Preis, der mittlerweile auf erschütternde 60 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Das KKM-Programm wurde von der türkischen Regierung eingeführt, um den Druck auf die türkische Lira zu verringern und Bürger sowie Unternehmen davon abzuhalten, ihre Ersparnisse von der Lira in Fremdwährungen wie den Dollar oder den Euro umzuschichten. Das Programm garantierte den Einlegern eine Rendite, die der Entwicklung des Wechselkurses entsprach, zuzüglich des Standardzinssatzes.

Dies sollte die Menschen dazu motivieren, die Lira zu behalten, bedeutete jedoch, dass die Staatskasse die Differenz ausgleichen musste, wenn die Lira deutlich an Wert verlor.

Auf seinem Höhepunkt erfreute sich das KKM-Programm extremer Beliebtheit, mit einem gesamten Einlagensaldo von über beeindruckenden 140 Milliarden US-Dollar. Dieses Volumen zeugt von der zentralen Rolle des Programms in der türkischen Finanzlandschaft während seiner aktiven Zeit.

Nach einer schrittweisen Verkleinerung ist das Einlagenguthaben nun auf null gesunken, was das Ende eines der umstrittensten wirtschaftlichen Instrumente des Landes markiert. Die wirtschaftlichen Folgen des KKM waren weitreichend. Über den Zeitraum von fast fünf Jahren, in dem das Programm aktiv war, erreichten die direkten Zahlungen des türkischen Finanzministeriums im Zusammenhang mit KKM rund 152 Milliarden türkische Lira.

Unter Einbeziehung der Berechnungen sowohl des Finanzministeriums als auch der Zentralbank, die ebenfalls einen Teil der Last trug, belaufen sich die Gesamtkosten für den türkischen Staat auf geschätzte 60 Milliarden US-Dollar.

Die enormen Kosten des KKM-Programms waren ein ständiges Diskussionsthema unter Ökonomen und in den politischen Kreisen der Türkei. Obwohl das Programm vorübergehend dazu beitrug, die Lira zu stabilisieren und die Kapitalflucht zu begrenzen, war der Preis für die öffentlichen Finanzen und den Staatshaushalt des Landes beträchtlich.

Der Abschluss des KKM signalisiert einen Wandel in der türkischen Wirtschaftspolitik mit dem Fokus auf orthodoxere Instrumente zur Steuerung von Inflation und Währungsstabilität, doch die kumulierten Kosten werden ein schweres Erbe bleiben, das die türkische Wirtschaft zu tragen hat.

Kilde: Haberglobal

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