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WIRTSCHAFT20.06.2026

Handelsminister Bolat warnt vor „Made in EU“-Ausschluss

Der türkische Handelsminister Ömer Bolat hat eine klare Warnung bezüglich eines möglichen Ausschlusses der Türkei vom geplanten „Made in EU“-Projekt ausgesprochen. Laut Bolat könnte eine solche Exklusion erhebliche negative Folgen für Industrien auf beiden Seiten – in Europa und der Türkei – nach sich ziehen. Diese Position unterstreicht das türkische Bestreben, enge Wirtschaftsbeziehungen zur Europäischen Union aufrechtzuerhalten.

Der Minister betonte die entscheidende Bedeutung der türkischen Einbeziehung in das Projekt zur Sicherung und zum Schutz der bereits bestehenden, integrierten Wertschöpfungsketten zwischen beiden Parteien. Diese Ketten sind das Ergebnis jahrzehntelanger wirtschaftlicher Zusammenarbeit und ein wesentlicher Bestandteil der türkischen und europäischen Wirtschaft. Eine Störung dieser Ketten könnte weitreichende Folgen für Produktion, Handel und Beschäftigung haben.

Für die türkische Industrie, die tief in europäische Lieferketten integriert ist, würde ein Ausschluss aus dem „Made in EU“-Kennzeichnungssystem eine verminderte Wettbewerbsfähigkeit und eine komplexere Handelslandschaft bedeuten. Dies könnte wiederum Exportumsätze, Investitionen und das Wachstumspotenzial vieler türkischer Unternehmen beeinträchtigen.

Bolats Äußerungen offenbaren die Sorge, dass eine Fragmentierung von Produktion und Kennzeichnung die wirtschaftliche Synergie zwischen der Türkei und der EU schwächen könnte. Eine solche Schwächung könnte zu höheren Kosten, Ineffizienz und Marktanteilsverlusten für Unternehmen führen, die von der nahtlosen Integration profitieren. Für die türkische Wirtschaft könnte dies den Exportsektor belasten, der ein wichtiger Wachstumstreiber ist und zur Bilanzierung des Handelsdefizits beiträgt.

Die Situation verdeutlicht die anhaltende Diskussion über die Rolle der Türkei in der europäischen Wirtschaftskooperation und die Notwendigkeit, Lösungen zu finden, die die gegenseitigen Vorteile stärken statt schwächen. Ein Projekt wie „Made in EU“ bietet die Chance, diese Beziehungen weiter zu formalisieren und zu stärken, vorausgesetzt, die Türkei wird auf eine Weise einbezogen, die ihre industrielle Kapazität und strategische Bedeutung anerkennt.

Kilde: Bloomberght

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