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UNCATEGORIZED29.08.2026

Präsident Erdoğan würdigt Jahrestag der Hagia Sophia mit einem Buch über den „Geist der Eroberung“

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat ein spezielles Vorwort für eine neue Anthologie geschrieben, die den vierten Jahrestag der Wiedereröffnung der Hagia Sophia als Moschee markiert. Das Buch mit dem Titel „Fethin Mührü“ (Das Siegel der Eroberung) wurde von Demirören Yayınları veröffentlicht und ist auf Türkisch, Englisch und Arabisch erhältlich.

In seinem Vorwort betont Erdoğan, dass die Hagia Sophia den „Geist der Eroberung“ und das „historische Bewusstsein unserer Nation“ symbolisiert – eine Aussage, die ein Kernelement des ideologischen Rahmens der Regierung und ihre Sichtweise auf die historische Rolle der Türkei bekräftigt. Die Entscheidung aus dem Jahr 2020, die Hagia Sophia von einem Museum in eine Moschee umzuwandeln, löste erhebliche internationale Kritik und Besorgnis aus.

Das Monument, das ursprünglich im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian I. als byzantinische Kathedrale erbaut wurde, diente nach der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 unter dem Osmanischen Reich als Moschee und fungierte seit 1934 als säkulares Museum. Es besitzt eine komplexe Geschichte, die sowohl christliches als auch islamisches Kulturerbe umfasst.

Die Umwandlung wurde von vielen internationalen Akteuren, darunter der UNESCO, der orthodoxen Kirche und Griechenland, als Angriff auf den kulturellen und religiösen Pluralismus sowie den etablierten Status quo gewertet.

Die historische und symbolische Bedeutung von Erdoğans Betonung des „Geistes der Eroberung“ im Vorwort von „Fethin Mührü“ ist kein Zufall. Sie bezieht sich direkt auf die symbolische Bedeutung der Eroberung Konstantinopels (des heutigen Istanbul) durch das Osmanische Reich im Jahr 1453, als die Hagia Sophia erstmals in eine Moschee umgewandelt wurde.

Diese Rhetorik spricht nationalistische und konservative Teile der türkischen Bevölkerung stark an und dient dazu, das Narrativ der Regierung von der Türkei als wiederaufstrebender historischer Supermacht mit einer einzigartigen islamischen Identität zu stärken, die sich vom säkularen Erbe Kemal Atatürks distanziert. Die Veröffentlichung des Buches und die Botschaft des Präsidenten zum Jahrestag der Wiedereröffnung senden ein klares Signal, dass die türkische Regierung an ihrer Politik und ihrer Interpretation der Rolle der Hagia Sophia festhält.

Dies hält auch die internationale Debatte über kulturelles Erbe, religiösen Pluralismus und die außenpolitische Ausrichtung der Türkei aufrecht, insbesondere im Hinblick auf den Westen und Nachbarländer wie Griechenland, das historisch enge Verbindungen zur byzantinischen und christlichen Vergangenheit des Denkmals pflegt. Der ständige Bezug auf die Eroberung und deren Geist unterstreicht einen nationalistischen Kurs, der die Politik und die internationalen Beziehungen der Türkei definiert.

Kilde: Star

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